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| 1. | Einleitung |
Korallenriff, ungeschichtete feste Ablagerung in einem verhältnismäßig flachen Bereich des Meeresbodens, die bis an die Meeresoberfläche heranreichen kann.
Korallenriffe bestehen aus den felsartig verkitteten kalkhaltigen (calciumhaltigen) äußeren Skeletten von Korallen, kalkhaltigen Rotalgen und Mollusken (Weichtieren). Sie wachsen Schicht für Schicht in die Höhe, weil lebende Korallen auf den Skeletten der vergangenen Generationen fußen; das Wachstum ist relativ langsam und beläuft sich auf unter einem bis 100 Zentimeter pro Jahr. Wenn der Meeresboden tektonisch bedingt absinkt, können die Riffbildner eventuell mit der Absinkgeschwindigkeit Schritt halten und riesige gebirgsgleiche Riffstrukturen aufbauen.
Korallenriffe kommen vor allem in den Tropen vor, insbesondere zwischen 32 Grad nördlicher und südlicher Breite. Sie bilden sich insbesondere dort, wo die Temperatur des Oberflächenwassers nicht unter 20 °C absinkt. Die erst in neuerer Zeit bekannt gewordenen Kaltwasserriffe sind entlang der europäischen Kontinentalränder bis Nordnorwegen verbreitet. Voraussetzungen für das Korallenwachstum sind Sauerstoff- und Nährstoffreichtum sowie Licht. Korallenwachstum vollzieht sich daher vorwiegend bis in Tiefen von etwa 40 Metern, Kaltwasserriffe aufbauende Steinkorallen treten jedoch bis in 200 Meter Tiefe auf.