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Bartolomeu Diaz

Bartolomeu Diaz, auch Bartolomeu Dias (um 1450 bis 1500), portugiesischer Seefahrer, der als erster das Kap der Guten Hoffnung von Afrika umfuhr. 1481 war er Schiffskommandant einer Flottille, die König Johann II. von Portugal zur afrikanischen Goldküste entsandt hatte. Fünf Jahre später beauftragte der König Diaz mit einer Expedition zur Erforschung der Westküste Afrikas. Die Ergebnisse einer 1482 von Diogo Cam durchgeführten Reise, die südlich der Walfischbai geendet hatte, dienten dabei als Grundlage. Diaz brach im August 1487 von Lissabon auf; im Februar 1488 umschiffte er die Südspitze des afrikanischen Kontinents bis zur Mündung des Flusses, der später die Bezeichnung Great Fish River erhielt. Dadurch hatte Diaz den Seeweg von Europa zum Fernen Osten eröffnet, der die Grundlage für den späteren Reichtum der europäischen Seemächte bildete. Diaz begleitete Vasco da Gama von 1497 bis 1498 auf dessen erster Reise nach Indien, für welche die Umsegelung des Kaps der Guten Hoffnung unerlässlich war und vollendete damit ein Vorhaben Heinrichs des Seefahrers aus dem frühen 15. Jahrhundert.

Auf der Rückfahrt unterbrach Diaz am Tafelland an der Südostspitze Afrikas seine Fahrt und gab dem Gebiet den Namen Cabo Tormentoso oder Kap der Stürme. König Johann bezeichnete es später als Cabo da Bõa Esperança oder Kap der Guten Hoffnung. Insgesamt erforschte Diaz etwa 2 030 Kilometer vorher unbekannter afrikanischer Küste. Im Dezember 1488 kehrte er nach Lissabon zurück. 1500 nahm er an einer weiteren Expedition teil, die von dem portugiesischen Seefahrer Pedro Álvares Cabral geleitet wurde. Dabei kam er in einem Sturm auf offener See vor dem Kap der Guten Hoffnung ums Leben.