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Geysir, heiße Quelle, die stoßweise Wasserdampf und heißes Wasser als Fontäne ausstößt. Geysire brechen in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen mit Intervallen von wenigen Minuten bis Jahren aus. Die Zeitdauer des Ausbruchs beträgt Sekunden bis Stunden. Die Höhe der Säule reicht von etwa einem Meter bis zu über hundert Metern; die Wasser- und Dampfmenge, die bei einem Ausbruch ausgestoßen wird, beträgt zwischen wenigen bis Hunderttausenden von Litern.
Geysire kommen in jungvulkanischen Gebieten vor. Voraussetzung für die Entstehung von Geysiren sind mit der Erdoberfläche durch ein Röhrensystem verbundene Hohlräume im Gestein, in denen sich Grundwasser sammelt, das durch Wärme vulkanischen Ursprungs erhitzt wird. Wird das Wasser bis zum Siedepunkt erhitzt, so sammelt sich Wasserdampf an, der einen Überdruck aufbaut. Wenn sich dieser Überdruck durch das Röhrensystem entlädt, reißt er das heiße Wasser mit an die Oberfläche. Durch nachströmendes Grundwasser kühlt sich der Geysir wieder ab, und der Zyklus beginnt von neuem.
Einer der bekanntesten Geysire ist der Old Faithful im Yellowstone Nationalpark in den USA. Er treibt bei jedem Ausbruch etwa 38 000 bis 45 000 Liter aus und bricht in Zeitabständen zwischen 37 und 93 Minuten aus, seine Säule steigt bis zu einer Höhe zwischen 38 und 52 Metern auf. Der Geysir gibt mit dem Ausstoß von drei bis 7,6 Meter hohen Fontänen Warnsignale seiner bevorstehenden Aktivität. Zu den größten Geysiren gehören ferner jene auf Island und der russischen Halbinsel Kamtschatka sowie auf Neuseeland.