Kleinasien
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Kleinasien
3. Fremdherrschaft

Von der Mitte des 6. Jahrhunderts bis 333 v. Chr. gehörte der größte Teil Kleinasiens zum Persischen Reich, wobei die griechischen Städte in Ionien vielfach weitgehende Selbständigkeit besaßen. Die Macht der Perser in Kleinasien ließ im 4. Jahrhundert v. Chr. allmählich nach und wurde ab 333 v. Chr. durch das Makedonische Reich Alexanders des Großen abgelöst. Allmählich begannen sich Sprache und Kultur der Griechen in ganz Kleinasien durchzusetzen. Nach dem Tode Alexanders teilten seine Nachfolger das Reich unter sich auf: Kleinasien fiel an die syrischen Seleukidenkönige, Lykien und Karien an der Südküste an die Ptolemäer aus Ägypten. Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurden Bithynien und Pontus im Norden sowie Kappadokien im Osten unabhängig. In den zentralen Teilen von Kleinasien siedelten keltische Eindringlinge; ihr Gebiet nannte sich Galatien. An der ägäischen Küste bildete sich das Königreich Pergamon. Im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. eroberten die Römer nach und nach Kleinasien; unter ihrer Herrschaft prosperierte die Gegend, und ihre Städte hatten als Zentren griechischer Kultur eine Blütezeit.