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Julius Lothar Meyer

Julius Lothar Meyer (1830-1895), deutscher Chemiker.

Meyer wurde am 19. August 1830 in Varel (Oldenburg) geboren. Nach dem Schulabschluss studierte er in Zürich und Würzburg Medizin. 1854 promovierte er und setzte seine Studien an den Universitäten von Heidelberg sowie Königsberg fort. In Heidelberg wandte er sich verstärkt der Chemie zu und habilitierte sich, nach der Promotion zum Dr. phil., im Jahr 1859 an der Universität Breslau. Am dortigen physiologischen Institut arbeitete er als junger Assistent und hielt nebenbei als Privatdozent Vorlesungen zur Chemie. Nach zwei Jahren an der Forstakademie in Eberswalde wurde er 1868 zum ordentlichen Professor am Polytechnikum in Karlsruhe ernannt. Von 1876 bis zu seinem Tod war er als Professor der Chemie in Tübingen tätig.

Meyer, der als exzellenter Experimentalchemiker und Dozent galt, stellte 1869 unabhängig von Dmitri Iwanowitsch Mendelejew ein natürliches Periodensystem der chemischen Elemente auf, das dem von Mendelejew gleichwertig war. Er betrieb verschiedene Forschungen, so beispielsweise über das Massenwirkungsgesetz und Atomvolumina. Meyer starb am 11. April 1895 in Tübingen.