Grenada
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Grenada
2. Land

Grenada und die südlichen Grenadinen sind vulkanischen Ursprungs. Die Hauptinsel wird in Nord-Süd-Richtung von einer Bergkette durchzogen, die nach Westen steil abfällt und im 840 Meter hohen Mount Saint Catherine ihre größte Höhe erreicht.

Das Klima ist feucht-tropisch. Die jahreszeitlichen Schwankungen der Temperatur sind gering, die mittleren Monatswerte liegen um 28 °C. Unter dem Einfluss des Passats können im Bergland Jahresniederschläge von 5 000 Millimetern erreicht werden, im Küstentiefland betragen die Werte 1 500 bis 2 000 Millimeter. Die Regenzeit dauert von Juni bis Dezember.

Die ursprünglichen Bergregenwälder, Nebelwälder, immergrünen Regenwälder und feuchten laubwerfende Wälder, von denen die Insel weitgehend bedeckt war, finden sich fast nur noch an Steilhängen in höheren Lagen. Sie wurden zumeist für Anbauflächen, Weideland und Bauland (auch für Hotelanlagen) gerodet. Die niedrigen Strauchwälder im küstennahen Tiefland sind ebenfalls großenteils zerstört bzw. durch Sekundärvegetation ersetzt. Im unmittelbaren Küstenbereich gedeihen Mangroven.

Auf Grenada leben 49 Reptilienarten; dazu gehören Geckos, Anolis-Leguane, Hundskopfboas und Blindschlangen. Die Avifauna (Vogelwelt) umfasst 144 Arten: Akut vom Aussterben bedroht ist die Grenada-Taube, der Nationalvogel Grenadas; zu den weiteren Vogelarten gehören Prachtfregattvogel, Mangrovekuckuck, Jacariniammer, Trauergrackel (ein Stärling), Dominikanerschwalbe, Grautyrann und Tropenspottdrossel. Die Landsäugetierfauna besteht aus Neunbindengürteltier, Maus-Zwergbeutelratte, Zentralamerikanischem Opossum (siehe Beutelratten) sowie zwölf Fledermausarten; eingeführt wurden u. a. Monameerkatzen (aus Afrika) und Goldstaubmangusten (aus Indien; siehe Schleichkatzen).