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Denkansätze |
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Antike |
Die Denker der Antike, die noch keine ausdrücklich entwickelte Erkenntnistheorie als eigene philosophische Disziplin kannten, erwogen, ob man Gleiches oder Ungleiches besser erkenne; damit war die Frage gemeint, ob der Mensch eher das Vertraute oder das Unvertraute, eher das Bekannte oder das Neue wahrnimmt, und ob er einen Sachverhalt besser versteht, wenn sein Erkenntnisgegenstand ihm, d. h. seinen Lebenserfahrungen und seiner Kultur, gleicht oder von ihm verschieden ist. Obwohl auch die Antike sich Gedanken über Erkenntnisprozesse machte, traten diese doch erst in der Neuzeit ausdrücklich in den Vordergrund des Philosophierens.
| 2.
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Neuzeit |
| 2.1.
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Subjekt-Objekt-Problematik |
Die eigentliche Erkenntnistheorie setzt dabei für die Philosophie stets ein zu erkennendes Objekt, den Gegenstand, und ein erkennendes Subjekt, den Wahrnehmenden bzw. Wissenschaftler, voraus. In der abendländischen Philosophie werden beide zumeist – wie der Begriff „Gegen-stand” verrät – als einander gegenüberstehend angesehen. Daraus ergibt sich für den Erkenntnisprozess eine Aus-einander-setzung, die je nach Betonung der philosophischen Schule als fruchtbare Spannung oder als problematische Spaltung aufgefasst wird.
| 2.2.
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Idealismus und Materialismus |
Je nachdem welche „Stellung zur Objektivität” (Hegel) man dabei einnimmt, welche „Seite” des Erkenntnisprozesses man für „wichtiger” hält, steht zum einen der stoffliche Aspekt im Vordergrund, die Untersuchung des zu erkennenden Materials, und weniger die Rolle der menschlichen Ideen und Begriffe für die Erkenntnis (Materialismus, Realismus). Die Gegenposition geht von der konstitutiven Bedeutung des menschlichen Geistes für die Erkenntnis aus und sucht deren Ideen und Denkprinzipien im Gegenstand „wiederzufinden” (Idealismus).
| 2.3.
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Rationalismus und Empirismus: |
Als Forschungsmethode entspricht dem Ersteren oft die induktive Vorgehensweise, die „von unten nach oben”, vom einzelnen Fall zum allgemeinen Gesetz aufsteigen will. Dem Zweiten wird die deduktive Methode gerecht, die aus den allgemeinen Gesetzen oder Ideen die Einzelfälle oder konkreten Gegebenheiten ableiten möchte. Beide verbinden sich oft mit der rationalistischen Erkenntnistheorie, die ihren Ausgang von der erkennenden menschlichen Vernunft (dem Bewusstsein oder Geist) nimmt, oder der empiristischen Praxis, die die sinnliche Wahrnehmung des Menschen (Erfahrung oder Anschauung) sowohl zeitlich wie auch inhaltlich in den Vordergrund stellt.
| 2.4.
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Kritizismus |
Der Kritizismus Immanuel Kants, der beide Positionen, sowohl Empirismus wie auch Rationalismus, als unzureichend qualifiziert und eine Synthese anstrebt, konzentriert sich dabei auf die Grenzen der Erkenntnis, die dem Menschen sowohl durch die Trugbilder der Sinne wie durch die Trugschlüsse des Geistes gesetzt sind, und führt die menschliche Erkenntnis durch seine Kritik der reinen Vernunft auf ihre Basis zurück. Einen vergleichbaren Prozess vollzieht die kritische Rückführung der Erkenntnis durch die Sprachphilosophie des 20. Jahrhunderts, die bemüht ist, in der Sprache die „materiellen” Grundlagen unseres Denkens auszumachen.
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