Chemische Reaktion
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Chemische Reaktion
3. Reaktionsarten

Chemische Reaktionen lassen sich nach mehreren Möglichkeiten einteilen. Allein die so genannten Namensreaktionen sind nach ihren Entdeckern benannt. Dadurch sind eine ganze Reihe von Reaktionen bekannt, von denen hier nur Beispiele aufgeführt werden. Eine Reaktion zwischen Edukten kann beispielsweise direkt zum Reaktionsprodukt führen oder auch über mehrere Zwischenstufen das Endprodukt liefern. So genannte Stufenreaktionen setzen sich aus mehreren Elementarstufen zusammen. Der ersten Reaktionsstufen (Primärreaktion) folgen die Sekundärreaktionen. Je nach zeitlicher Abfolge unterscheidet man dabei Simultan- oder Parallelreaktionen (gleichzeitig neben der Primärreaktion) von den Folgereaktionen (nachfolgend). Beispiele hierfür sind Polymerreaktionen (Siehe Polymere; Kunststoffe).

Neben Stufenreaktionen gibt es auch solche Arten, bei denen zwei oder mehrere Edukte um andere Ausgangssubstanzen miteinander konkurrieren, so dass Haupt- und Nebenprodukte entstehen. In diesem Fall spricht man auch von Konkurrenzreaktionen. Bei der Substitutionsreaktion (auch Austauschreaktion) wird ein Bestandteil einer Verbindung durch einen anderen ersetzt. Lagert sich ein Edukt an eine ungesättigte Verbindung, bezeichnet man die Reaktion als Additionsreaktion – den umgekehrten Fall als Eliminierungsreaktion.

Chemische Reaktionen laufen jedoch nicht nur zwischen Molekülen verschiedener Edukte ab (intermolekulare Reaktion). Auch innerhalb desselben Moleküls können Reaktionen stattfinden (intramolekulare Reaktionen, z. B. Umlagerungen).

Eine weitere Klassifizierung ist nach Art der Edukte möglich. Ein Beispiel wären die so genannten Säure-Base-Reaktionen (siehe Säuren und Basen). Bei vielen chemischen Reaktionen nehmen bestimmte Ausgangsstoffe Elektronen auf (Reduktion), während andere Reaktionspartner Elektronen abgeben (Oxidation). Diese so genannten Redoxreaktionen spielen im täglichen Leben eine wichtige Rolle. So laufen beispielsweise die oben genannte Rostbildung, Verbrennungen und auch Stoffwechselprozesse (z. B. bei der Atmung) über Redoxvorgänge ab.