| Suchansicht | Moctezuma II. | Artikelansicht |
Moctezuma II., eigentlich Moctezuma Xocoyotzin, spanisch Montezuma (um 1466 bis 1520), Herrscher des Aztekenreiches von Mexiko, der seinem Onkel Ahuizotl (1486-1502) auf den Thron folgte und damit der neunte Herrscher der traditionellen aztekischen Herrscherliste war. Seine Regierungszeit (1502-1520) war von unaufhörlichen Kriegen geprägt, seine despotischen Maßnahmen lösten zahlreiche Unruhen aus. Als der spanische Abenteurer Hernán Cortés im Jahre 1519 Mexiko erreichte, glaubte Moctezuma, er sei der wiedergekehrte aztekische Gottkönig Quetzalcoatl, und begrüßte ihn folglich mit den prächtigsten Gold- und Silbergeschenken. Als Cortés später fürchtete, die Azteken könnten die zahlenmäßig unterlegenen spanischen Truppen angreifen, nahm er Moctezuma als Geisel. Im Juni 1520 revoltierten die Azteken gegen Cortés’ Herrschaft. Cortés forderte Moctezuma auf, die Rebellen zu besänftigen, aber während er zu seinen Untertanen sprach, wurde Moctezuma von ihnen gesteinigt. Drei Tage später erlag er seinen Verletzungen. Nachfolger Moctezumas wurde sein Bruder Cuitlahuac, dem 80 Tage später wiederum sein Neffe Guatemotzin, der letzte Aztekenherrscher, folgte.