Indianersprachen
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Indianersprachen
2. Die Hauptsprachen

Die heute am weitesten verbreiteten Indianersprachen Nordamerikas sind das Navajo (ca. 80 000 Sprecher), das Ojibwa (ca. 40 000) und das Inupiaq oder Inuktitut (siehe Eskimo). Inupiaq wird von über 60 000 Menschen gesprochen; die in Grönland verbreitete Variante ist dort sogar offizielle Landessprache. In Mittelamerika sprechen über eine Million Menschen Náhuatl (Aztekisch), circa zwei Millionen die verschiedenen Maya-Sprachen und jeweils mehrere hunderttausend eine Reihe anderer Sprachen. In Südamerika ist Ketschua (Quechua) mit über acht Millionen Sprechern die verbreitetste Indianersprache überhaupt. Guaraní ist die einzige Indianersprache, die zur Verkehrs- und literarischen Sprache einer großen Zahl von Südamerikanern wurde, deren Vorfahren nicht vom amerikanischen Kontinent stammen; die Hälfte der zwei Millionen Sprecher sind Paraguayer europäischer Abstammung. In den Anden sprechen etwa 800 000 Menschen Aymara und in Chile etwa 200 000 Araukanisch. Die überwiegende Mehrzahl der Indianersprachen wird jedoch von jeweils nur ein paar hundert bis ein paar tausend Menschen gesprochen, manche sogar von nur 50 bis 100.