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Frédéric Mistral (1830-1914), französischer neuprovenzalischer Dichter, geboren und gestorben in Maillane. 1854 gründeten Mistral und andere Schriftsteller die Félibrige, eine Gesellschaft zur Wiederbelebung der provenzalischen Sprache und Literatur. Sein Versepos Mirèio (1859, Mireia), das er in seinem provenzalischen Dialekt schrieb, brachte ihm den Dichterpreis der Académie française ein. Außerdem verfasste er ein Provenzalisch-Französisches Wörterbuch (Lou tresor dou felibrige, 1879-1887) und schrieb mehrere Gedichtbände, u. a. Lis isclo d’or (1876, Lieder und Erzählungen) und Lis oulivados (1912), das dramatische Gedicht La Rèino Jano (1890) sowie die Versepen Calendau (1867) und Nerto (1884). 1904 erhielt er gemeinsam mit dem spanischen Schriftsteller José Echegaray y Eizaguirre den Nobelpreis für Literatur.