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| 1. | Einleitung |
Mond, Name des natürlichen Satelliten der Erde, aber auch allgemeine Bezeichnung für die Trabanten anderer Planeten. Außer der Erde besitzen folgende Planeten im Sonnensystem Monde: Mars hat zwei, Jupiter 48 (plus 14 noch nicht anerkannte), Saturn 31 (plus drei noch nicht anerkannte), Uranus 21 (plus fünf noch nicht anerkannte), Neptun acht Monde (plus fünf noch nicht anerkannte). Der lange Zeit als neunter Planet des Sonnensystems geltende Zwergplanet Pluto hat drei Monde.
Der Mond der Erde hat annähernd die Gestalt einer Kugel und einen Durchmesser von knapp 3 480 Kilometern, was fast einem Viertel des Erddurchmessers entspricht. Seine Masse liegt bei 7,34 × 1022 Kilogramm (1,2 Prozent der Erdmasse), seine mittlere Dichte bei 3,34 Gramm pro Kubikzentimeter (etwa 60 Prozent der mittleren Erddichte). Die Schwerebeschleunigung auf der Mondoberfläche ist sechsmal kleiner als auf der Erdoberfläche. Durch seine Gravitationskräfte übt der Mond (zusammen mit der Sonne) Einfluss auf die Gezeiten aus. Der Mond hat keine Atmosphäre; daher gibt es auf ihm auch kein Wettergeschehen, das auf das Gestein einwirken könnte. Die Temperaturen auf der Mondoberfläche schwanken extrem: Sie betragen maximal 127 °C bei voller Sonneneinstrahlung und minimal -173 °C auf der Nachtseite kurz vor Sonnenaufgang.
Der Mond umrundet die Erde auf einer elliptischen Umlaufbahn in einem mittleren Abstand von 384 403 Kilometern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 3 700 Kilometern pro Stunde. Er legt seine Umlaufbahn einmal in 27 Tagen, 7 Stunden, 43 Minuten und 11,5 Sekunden zurück; diese Umlaufzeit bezieht sich auf seine Bewegung relativ zu den Fixsternen und wird auch siderischer Monat genannt. Der Mond dreht sich außerdem um seine eigene Achse, wobei die Rotationsdauer gleich der Umlaufzeit um die Erde ist. Daher kehrt er der Erde immer die gleiche Seite zu.
Der Mond ist zwischen 4,45 und 4,50 Milliarden Jahre alt. Diese Datierung stützt sich auf Halbwertszeitexperimente mit Mondgestein. Ähnlich wie bei der Kohlenstoff-14-Analyse (siehe Verfahren zur Altersbestimmung) wurde das Alter anhand des Wolfram-184-Gehalts in den Proben ermittelt; dieses Isotop hat eine Halbwertszeit von 300 Billiarden Jahren (3×1017 Jahre). Die Wissenschaft, die sich mit Mondgestein und dem Inneren des Mondes befasst, nennt man Selenologie (von griechisch selene: Mond).