Mond
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Mond
2. Der Mond von der Erde aus gesehen

Obwohl der Mond sehr hell am Nachthimmel erscheint, reflektiert er nur rund 7 Prozent des auftreffenden Sonnenlichtes. Damit ist sein Reflexionsvermögen (siehe Albedo) so gering wie das von Kohlenstaub. Während eines Umlaufs um die Erde ändert er seine Position relativ zu Erde und Sonne. Dadurch wechselt der von der Sonne beleuchtete Teil des Mondes periodisch. Die unterschiedlichen Stellungen des Mondes zu Erde und Sonne werden Mondphasen genannt, den vollständigen Ablauf aller Mondphasen bezeichnet man als Lunation (von lateinisch luna: Mond). Bei Neumond liegt die erdabgewandte Seite im Sonnenlicht, während sich die sichtbare, der Erde zugewandte Seite im Schatten befindet. Eine Woche später steht der (zunehmende) Mond im „ersten Viertel”, d. h., die Hälfte der sichtbaren Seite ist sonnenbeschienen, so dass man einen hellen Halbkreis sieht (Halbmond). Nach einer weiteren Woche zeigt sich ein Vollmond, d. h. der Mond steht der Sonne genau gegenüber, und die gesamte sichtbare Hälfte wird von der Sonne beleuchtet. Wiederum eine Woche später steht der (abnehmende) Mond im „letzten Viertel”, und es ist wieder eine Hälfte der sichtbaren Seite sonnenbeschienen (Halbmond, jedoch die andere Hälfte als im „ersten Viertel”). Nach 29 Tagen, 12 Stunden, 44 Minuten und 2,8 Sekunden (synodischer Monat) ist der Zyklus abgeschlossen und beginnt erneut mit dem Neumond.

Bei Vollmond kann nicht nur die Hälfte, also 50 Prozent, der Mondoberfläche von der Erde aus gesehen werden, sondern 59 Prozent. Der Grund hierfür ist die schwankende Bewegung des Mondes, die Libration. Zu Mondfinsternissen kommt es, wenn die Mondoberfläche bei Vollmond vom Erdschatten getroffen wird.