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| 1. | Einleitung |
Ausstellungen, öffentliche, zumeist in dafür eigens errichteten Räumen ausgerichtete Veranstaltungen zur Schaustellung wirtschaftlicher, technischer und künstlerischer Produkte oder von Forschungsergebnissen (Ausgrabungen etc.), Projektplanungen und Ähnlichem mehr. Von der Messe unterscheidet sich die Ausstellung in der Regel dadurch, dass sie keinen Marktcharakter besitzt, die Grenze zwischen beiden ist jedoch fließend.
Auf Leistungsschauen werden die konkurrierenden Produkte einer Branche ausgestellt, so dass der Ausstellungsbesucher sich einen Überblick über die derzeitigen Trends in einzelnen Industriezweigen machen kann.
In Kunstausstellungen werden thematisch oder nach anderen Gesichtspunkten zusammengestellte Sammlungen gezeigt oder Kunstwerke unter einem besonderen Konzept, z. B. zur Darstellung bestimmter Stilprinzipien eigens zusammengestellt.
Die seit 1851 in unregelmäßigen Zeitabständen in jeweils einer anderen Stadt stattfindenden Weltausstellungen sollten zunächst nur über die Errungenschaften aus Wissenschaft und Technik unterrichten, verfügen mittlerweile aber über ein sehr weit gespanntes Rahmenprogramm.
| 2. | Ausstellungsarchitektur |
Weltausstellungen stellten von Beginn an eine Herausforderung für die mit ihrer baulichen Gestaltung beauftragten Architekten dar. Für die erste Weltausstellung in London 1851 schuf Joseph Paxton den Crystal Palace. Für die Weltausstellung 1889 in Paris entwarf Gustave Eiffel den Eiffelturm. Ausstellungsbauten waren nicht selten richtungweisend für die weitere Entwicklung der modernen Architektur; etwa der von Ludwig Mies van der Rohe konzipierte deutsche Pavillon (Barcelona, 1929) oder die Fabrikarchitektur von Walter Gropius (Werkbundausstellung, Köln, 1914).