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| 2. | Gründung |
Franz von Assisi lebte der Legende nach in Armut und widmete sein Leben dem Gottesdienst und dem Gebet. Er sammelte zwölf Schüler um sich und führte sie von Assisi nach Rom, um den Segen des Papstes zu erwirken. Dieser gab ihnen seinen Segen, unter der Bedingung, dass sie Geistliche würden und ein Oberhaupt wählten. Franz wurde zum Oberhaupt gewählt, und die Gruppe kehrte nach Assisi zurück. Hier wurde ihnen die Nutzung der kleinen Kapelle von Santa Maria degli Angeli aus dem Besitz des Benediktinerklosters vom Berg Subasio zugesagt. Um die Kapelle herum bauten seine Anhänger Hütten aus Zweigen und versuchten, in Anlehnung an das Leben Jesu, ihr Dasein als reisende Prediger in selbst gewählter Armut zu gründen.
Zu jener Zeit gab es noch keinen offiziellen Orden, die Bruderschaft kannte noch kein Noviziat. Als jedoch die Anzahl der Schüler zunahm und sich die Lehren immer weiter verbreiteten, erließ Papst Honorius III. 1233 eine Bulle, aufgrund derer die Franziskaner als Orden anerkannt wurden und ein einjähriges Noviziat einführen konnten.