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Euklid

Euklid (um 365 bis ca. 300 v. Chr.), griechischer Mathematiker, dessen Hauptwerk Elemente eine Abhandlung über die Mathematik in 13 Bänden ist. Die darin formulierte so genannte euklidische Geometrie bildete bis ins 19. Jahrhundert die Grundlage der Geometrie überhaupt. Auch heute noch dient sie in veränderter Form in den weiterführenden Schulen als Basis für die Vermittlung der Geometrie. Die erste gedruckte Ausgabe von Euklids Arbeiten war eine Übersetzung aus dem Arabischen in das Lateinische. Sie erschien 1482 in Venedig.

Euklid wurde vermutlich in Athen von Schülern Platons erzogen. Euklid lehrte Geometrie in Alexandria und gründete dort eine Schule für Mathematik. Die Werke Data, eine Sammlung geometrischer Theoreme, Phenomena, eine Beschreibung des Himmels, Optik, die Einteilung der Tonleiter, eine mathematische Diskussion über die Musik und viele andere Bücher wurden lange Zeit Euklid zugeschrieben. Viele Historiker sind jedoch heute der Meinung, dass diese Zuschreibungen (mit Ausnahme der Elemente) bei einigen oder allen diesen Arbeiten nicht gerechtfertigt ist. Auch bei anderen Zuschreibungen gehen die Auffassungen der Historiker auseinander. Vermutlich handelt es sich bei den geometrischen Abschnitten in den Elementen um Neuanordnungen von Arbeiten älterer Mathematiker, z. B. von Eudoxos, aber Euklid selbst werden verschiedene Entdeckungen aus dem Bereich der Zahlentheorie zugeschrieben.