| Joseph II. (Heiliges Römisches Reich) | Artikelansicht | ||||
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| 1. | Einleitung |
Joseph II. (Heiliges Römisches Reich), (1741-1790), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1765-1790). Er versuchte, weit reichende Reformen in den Erblanden der Habsburger durchzuführen und die Einzelländer seines Reiches einer starken Zentralverwaltung unterzuordnen.
Joseph wurde als ältester Sohn des Kaisers Franz I. und der Kaiserin Maria Theresia am 13. März 1741 in Wien geboren. 1765 folgte Joseph, der bereits im Jahr zuvor zum römisch-deutschen König gewählt worden war, seinem Vater auf dem Kaiserthron nach. In den habsburgischen Erblanden regierte er zusammen mit seiner Mutter, die ihm jedoch bei seinen Reformvorhaben im Inneren kaum freie Hand ließ. Auch in der Außenpolitik geriet er mit ihr in Konflikt, als er gegen ihren Willen gemeinsam mit dem Staatskanzler von Kaunitz den Machtbereich der Habsburger erweiterte, indem er Galizien von Polen (1772) und die Bukowina vom Osmanischen Reich (1775) erwarb. Sein Versuch, nach dem Aussterben der bayerischen Linie der Wittelsbacher bayerisches Territorium zu gewinnen, wurde hingegen von Friedrich II. von Preußen vereitelt; lediglich das Innviertel ging in habsburgischen Besitz über.