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Popocatépetl

Popocatépetl, Vulkan im südlichen Mexiko. Er liegt in der Nähe von Mexiko-Stadt im Bundesstaat Puebla, weshalb er auch als Puebla-Vulkan bekannt ist.

Mit 5 452 Metern über dem Meeresspiegel ist der Popocatépetl der zweithöchste Berg Mexikos. Der Vulkan hat einen schneebedeckten Gipfel und umfasst zahlreiche Fumarolen (Austritte von Wasser und Gas) und Solfataren (Aushauchungen schwefelhaltiger Dämpfe). Der Krater hat einen Durchmesser von 400 bis 600 Metern und ist fast 500 Meter tief. Aus dem Krater wird Schwefel gewonnen. Die Straße zwischen dem Popocatépetl und dem Iztaccíhuatl ist die historische Route, über die Cortés 1519 nach Mexiko-Stadt gelangte.

Im Juni 1997 ereignete sich ein besonders starker Ausbruch. Nach einer Explosion im Inneren stieg aus dem Krater ein etwa zehn Kilometer hoher und bis zu 25 Kilometer breiter Rauchpilz auf. Ein dichter Ascheregen ging auf die umliegenden Orte und weite Teile von Mexiko-Stadt nieder. Auch im November 1998 sowie im März und im November 1999 ereigneten sich schwere Ausbrüche. Die gewaltigsten Eruptionen der vergangenen Jahrhunderte fanden am 18. und 19. Dezember 2000 statt. Dabei wurden enorme Mengen von Lava- und Gesteinsmaterial in die Luft geschleudert. Rund 35 000 Menschen aus den umliegenden Dörfern mussten vorübergehend evakuiert werden.