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| 3. | Stadtbild und Kultur |
Die Stadt ist Sitz einer Universität (1879-1968 Technische Hochschule), einer medizinischen Hochschule, einer tierärztlichen Hochschule, einer Hochschule für Musik und Theater, einer Verwaltungshochschule, dreier Fachhochschulen sowie mehrerer wissenschaftlicher Institute (u. a. Max-Planck-Institut für medizinische Endokrinologie und Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin). Ferner befinden sich in Hannover zahlreiche öffentliche Einrichtungen und Behörden: u. a. die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, die Akademie für Raumforschung und Landesplanung, die Wasser-und Schifffahrtsdirektion Mitte und das Kirchenamt der evangelischen Kirche in Deutschland.
Hannover besitzt ein Opernhaus, ein Schauspielhaus (Sitz des Niedersächsischen Staatstheaters) sowie weitere Theater. Die wichtigsten Museen umfassen das Niedersächsische Landesmuseum, in dem sich naturkundliche und völkerkundliche Sammlungen sowie eine Gemäldegalerie befinden, das Sprengel-Museum mit einer Sammlung moderner Kunst, das Kestner-Museum, in dem eine ausgewählte Sammlung altägyptischer Ausstellungsstücke zu besichtigen ist, und das Georgenpalais, in dem heute das Wilhelm-Busch-Museum mit einer Dauerausstellung über Leben und Werk des Dichters, Karikaturisten und Malers untergebracht ist. Östlich der Innenstadt, im Stadtwald Eilenriede, befinden sich der Zoologische Garten, die Stadthalle sowie die Niedersachsenhalle. Südlich der Altstadt liegt der 1934 bis 1936 künstlich angelegte Maschsee, das wichtigste innerstädtische Sport- und Erholungsgebiet.
Mittelpunkt der Altstadt ist der Marktplatz mit dem Alten Rathaus (1439-1455) und der Marktkirche (14. Jahrhundert), zwei herausragenden Beispielen norddeutscher Backsteingotik. Aus der Barockzeit stammen die Johannis- (1666-1670) und Sankt-Clemens-Probsteikirche (1711-1718). Das älteste klerikale Gebäude ist die Kreuzkirche, mit deren Bau etwa 1300 begonnen wurde. Weitere historische Sehenswürdigkeiten sind das Leineschloss (17. Jahrhundert) am Südrand der Altstadt, das 1832 erbaute Wangenheim-Palais sowie das auf 6 026 Buchenpfählen am Maschteich errichtete Neue Rathaus (1903-1908); mit seiner mächtigen Kuppelhaube erreicht es eine Höhe von nahezu 100 Metern. Die prächtigen Herrenhäuser und Gärten im Stadtteil Herrenhausen umfassen Gartenanlagen im Barockstil mit einer Gesamtfläche von 48,6 Hektar. Südlich davon befindet sich der 1666 bis 1714 geometrisch angelegte Große Garten, die besterhaltene Gartenanlage des deutschen Frühbarocks.