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Konstanzer Konzil, Konzil der katholischen Kirche in der Kaiserstadt Konstanz von 1414 bis 1418, das von dem Gegenpapst Johannes XXIII. auf Initiative des Königs Sigismund einberufen wurde. Der Zweck des Konzils bestand darin, die Frage des Papstnachfolgers zwischen Johannes, Papst Gregor XII. und dem Gegenpapst Benedikt XIII. zu klären. Außerdem sollte das Konzil das Abendländische Schisma beilegen, Kirchenreformen bewirken und Häresien bekämpfen.
Die wichtigsten Ergebnisse des Konzils waren der Beschluss der Superiorität des Konzils über den Papst (siehe Konziliarismus). Die Wahl des Kardinals Ottone Colonna zum Papst Martin V. beendete das Schisma zwischen dem römischen Papst und dem Papst in Avignon. Das Konzil verurteilte die Lehren John Wyclifs, Jan Hus’ sowie Hieronymus’ von Prag als Häresie. Alle drei wurden als Ketzer verurteilt und verbrannt.