London
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London
3. Wirtschaft

Über die Jahrhunderte hinweg wurden die Stadtviertel Londons um die Hafenanlagen herum angelegt, die sich entlang der Themse über eine Gesamtlänge von rund 40 Kilometern erstrecken. Über den früher wirtschaftlich bedeutenden Hafen wird nur noch ein geringer Teil des britischen Außenhandels abgewickelt. Herausragender Wirtschaftszweig ist der Dienstleistungssektor – insbesondere die Bereiche Finanzdienstleistungen und Tourismus. Jährlich besuchen rund 20 Millionen Touristen die Stadt.

Die Internationale Börse des Vereinigten Königreiches und der Republik Irland befindet sich in der City of London. 1986 ermöglichte die Aufhebung der Regulierungen den Einstieg in die moderne Welt des elektronischen Finanzwesens. Dieses Ereignis wurde unter dem Begriff Big Bang bekannt.

Ein anderer Dienstleistungssektor sind die Versicherungen, denen London seit über 300 Jahren seinen Wohlstand verdankt. Die bekannteste Institution ist Lloyd’s, nicht als Versicherungsgesellschaft im eigentlichen Sinn, sondern als eine Börse für Versicherungsverträge. Es ist eine Aktiengesellschaft von Versicherern, die beinahe jede Art von Versicherungen auf dem internationalen Markt übernimmt.

Die produzierenden Industriezweige haben in London bereits seit vielen Jahren an Bedeutung verloren. Heute sind lediglich noch 10 Prozent der Arbeitskräfte in diesem Sektor beschäftigt. Die besten Umsatzzahlen schreibt noch die Druck- und Verlagsindustrie. Sie stellt ein Viertel der oben genannten Arbeitsplätze und verzeichnet ein Drittel des gesamten Produktionsausstoßes Londons. Der Wirtschaftsbereich der Hightechindustrie, der hier auf pharmazeutische und elektronische Erzeugnisse spezialisiert ist, arbeitet erfolgreich mit hohen Umsätzen. Viele der Industriebetriebe, die sich in der Regel in den äußeren Stadtbezirken Londons befinden, tendieren dazu, sich völlig aus dem Einzugsbereich der Hauptstadt zurückzuziehen. Im Bereich der Leichtindustrie sind Bekleidungswerke und Brauereien vertreten.

Auch das Bildungswesen liefert mit seinen Universitäten und akademischen Instituten einen beachtlichen Beitrag zur Wirtschaft Londons. In zunehmendem Maß gewinnt der kulturelle Bereich und Unterhaltungssektor an Bedeutung, in dem heute bereits 6 Prozent der Arbeitsplätze der Hauptstadt bereitgestellt werden.