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Normannische Eroberung Englands, die Eroberung Englands durch Wilhelm, den Herzog der Normandie und späteren König Wilhelm I., den Eroberer, im Jahr 1066. Wilhelm untermauerte seinen Anspruch auf den englischen Thron durch seinen entscheidenden Sieg in der Schlacht von Hastings am 14. Oktober 1066, wo er Harold II. Godwinson besiegte, der erst kurz zuvor zum König von England gekrönt worden war. Nach Harolds Tod auf dem Schlachtfeld von Hastings zog Wilhelm nach London und wurde am 25. Dezember 1066 in der Westminster Abbey zum König gekrönt. In der Folge schlug Wilhelm den Widerstand, dem sein Königtum vor allem im Westen und Norden des Landes begegnete, nieder, und bis 1070 war die normannische Eroberung Englands abgeschlossen.
Wilhelm ließ Hunderte von Burgen im ganzen Land errichten, um sein Reich unter Kontrolle halten zu können. Er löste die großen, weitgehend unabhängigen Grafschaften auf und vergab die Ländereien an normannische Ritter, die ihm treu und gut gedient hatten. Dadurch entwickelte sich in England nicht nur eine neue, normannische Adelsschicht, sondern es entstand durch die Übertragung des französischen Lehnssystems auf England auch ein straffes, auf den König ausgerichtetes Feudalsystem. Um Aufschluss über Umfang und Wert des königlichen und des adeligen Besitzes und damit eine Grundlage für Verwaltung und Besteuerung zu erhalten, gab Wilhelm das Domesday Book in Auftrag. Bei Hof und in der Verwaltung löste das normannische Französisch das Angelsächsische als offizielle Sprache ab.
Die Geschichte der normannischen Eroberung ist auf dem Wandteppich von Bayeux meisterhaft dargestellt. Der Teppich wurde im 11. Jahrhundert angefertigt und zeigt die Ereignisse der Eroberung in faszinierenden Einzelheiten.