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Hiroshima

Hiroshima, Stadt in Japan auf der Insel Honshu, Hauptstadt der Präfektur Hiroshima an der Inlandsee.

Hiroshima entstand 1594 als Burgstadt auf sechs Inseln im Ōtsumo-gawa-Delta. Die Stadt wuchs schnell zu einer Handelsstadt heran. Nach 1868 wurde sie zu einem militärischen Zentrum. Am 6. August 1945 wurde über Hiroshima die erste Atombombe im Einsatz gegen einen militärischen Gegner von den USA abgeworfen. Nach Angaben des Supreme Allied Headquarters wurden dabei 129 558 Personen getötet, verletzt oder vermisst, 176 987 Personen wurden obdachlos. 1940 hatte Hiroshima 343 698 Einwohner. Die Druckwelle der Bombe zerstörte über zehn Quadratkilometer, d. h. rund 60 Prozent der Stadtfläche. An der Stelle der Explosion wurde der Peace Memorial Park eingerichtet; dort befindet sich auch ein Friedensdenkmal, das 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Seit 1947 finden in dem Park jeweils am 6. August ökumenische Gedenkgottesdienste mit Tausenden von Teilnehmern statt. Von 1949 bis 1956 wurde das Internationale Friedenszentrum erbaut. Nach dem Krieg wurde Hiroshima größtenteils wiederaufgebaut und entwickelte sich zu einem bedeutenden Industriestandort.

Die Herstellung von Textilien, Schiffbau, Maschinenbau, Lebensmittelverarbeitung und das Brauen des Reisweins Sake sind die wichtigsten Produktionszweige. Die Stadt liegt an einem Gebirge mit fruchtbaren Tälern, in denen Seide hergestellt wird, außerdem werden Reis und Weizen angebaut.

Es leben etwa 1,14 Millionen Einwohner in der Stadt.