Kohlendioxid
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Kohlendioxid
2. Anwendungen

Kohlendioxid dient u. a. zur Herstellung von Natriumcarbonat (Na2CO3 · 10 H2O), z. B. Waschpulver, und Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3), z. B. Backpulver. Wenn Kohlendioxid bei einem Druck von 2 bis 5 Bar gelöst wird, ruft es die erfrischende Wirkung von kohlensäurehaltigen Getränken hervor.

Im November 1997 stellten Wissenschaftler der Universität Karlsruhe ein Verfahren der Öffentlichkeit vor, mit dem sich hochkomprimiertes Kohlendioxid als Reinigungsmittel einsetzen lässt. Die Forscher fanden heraus, dass bei Drücken um 100 Bar Kohlendioxid ähnlich gute Löslichkeitseigenschaften besitzt wie organische Lösungsmittel. Auf diese Weise gelang die Reinigung von Wäschestücken, die zuvor mit Schmierstoffen und Ähnlichem verschmutzt wurden. Mit diesem Verfahren hätte man eine umweltfreundliche Alternative zu Lösungsmitteln, wie beispielsweise Trichlorethylen und Perchlorethylen in Händen. Komprimiert man Kohlendioxid auf superkritische Werte (über 73 Bar), lässt es sich ersten Versuchen eines amerikanischen Forscherteams zufolge auch als Reinigungsmittel bei der Chipherstellung nutzen. Hierbei fallen weit geringere Giftstoffmengen an als bei den herkömmlichen Reinigungsverfahren.

Kohlendioxid lässt sich auch zur Rückgewinnung von Uran und Plutonium aus radioaktiven Abfällen einsetzen. Eine entsprechende Methode entwickelten russische Forscher 2003. Sie behandelten zunächst uranhaltige Abfälle in einer speziellen Reaktionskammer mit überkritischem Kohlendioxid. Gleichzeitig wurde dem Gemisch eine weitere chemische Substanz zugesetzt, die nur mit dem Uran einen Komplex bildet, der sich in Kohlendioxid löst. So herausextrahiert, konnten die russischen Chemiker das Uran in Form eines Salzes zurückgewinnen. Weitere Experimente zeigten, dass sich auch Plutonium auf ähnliche Weise recyceln lässt.