Salz
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Salz
1. Einleitung

Salz, auch Kochsalz oder Natriumchlorid, chemische Verbindung mit der Formel NaCl.

Die Bezeichnung Salz wird auch auf Substanzen angewandt, die bei der Reaktion einer Säure mit einer Base entstehen. Derartige Reaktionen sind beispielsweise Neutralisationsreaktionen. Salze zeichnen sich durch Ionenbindungen und relativ hohe Schmelzpunkte aus. In Schmelzen und Lösungen sind sie elektrisch leitfähig. Im festen Zustand weisen sie eine kristalline Struktur auf (siehe Säuren und Basen; chemische Reaktion). Dieser Artikel bezieht sich auf Natriumchlorid (NaCl).

Natriumchlorid ist ein weißer Feststoff, der sich in heißem und kaltem Wasser löst. In Alkohol ist es wenig löslich, in konzentrierter Salzsäure unlöslich. Die Kristalle der Verbindung sind durchsichtig, farblos und würfelförmig. Gewöhnlich enthält in der Natur vorkommendes Natriumchlorid Spuren an Magnesiumchlorid (MgCl2), Magnesiumsulfat (MgSO4), Calciumsulfat (CaSO4), Kaliumchlorid (KCl) und Magnesiumbromid (MgBr2).

Natriumchlorid ist in der Natur stark verbreitet. Gelöst findet man es in Ozeanwasser, in Konzentrationen von 30 Gramm pro Liter Wasser. Demzufolge besteht Ozeanwasser zu etwa drei Gewichtsprozent aus Natriumchlorid. Auch in vielen Flüssen, Binnenseen und Binnenmeeren ist Natriumchlorid enthalten. Seine Konzentration variiert beispielsweise von 0,002 Gewichtsprozent im Mississippi bis zu 30 Gewichtsprozent im Toten Meer. Das Mineral Halit oder auch Steinsalz tritt in Schichten auf, die sich beim Austrocknen früherer salzhaltiger Gewässer abgelagert haben. Natriumchlorid schmilzt bei 804 °C und beginnt bei etwas darüber liegenden Temperaturen zu verdampfen. Der Siedepunkt liegt bei 1 465 °C. Seine relative Dichte beträgt 2,17.