| Turin | Artikelansicht | ||||
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| 3. | Stadtbild und Kultur |
Turin erstreckt sich überwiegend am flachen linken Ufer des Po gegenüber dem Hügelland der Colli Torinesi. Mit Ausnahme der Kathedrale San Giovanni Battista (1492-1498) stammen die meisten bedeutenden öffentlichen Gebäude Turins aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Viele von ihnen sind Werke der Barockarchitekten Guarino Guarini und Filippo Juvarra, die das Stadtbild maßgeblich prägten. In der Cappella della Santa Sindone (Kapelle des Heiligen Grabtuches) des Domes wird ein Leichentuch aufbewahrt, das der Überlieferung nach das Grabtuch Jesu sein soll. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben jedoch, dass es sich hierbei um ein Leinentuch aus dem Mittelalter handelt. Zentrum der Altstadt ist die Piazza Castello, in deren Mitte sich der Palazzo Madama befindet. Dessen Westfassade ist ein herausragendes Beispiel des piemontesischen Barock. In dem Palast ist das Museo Civico d’Arte Antica (Museum für Alte Kunst) untergebracht, dessen Sammlungen u. a. zahlreiche Stein- und Holzplastiken sowie Glasmalereien umfassen.
Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Armeria Reale (im ehemaligen Königspalast), ein Museum mit einer der bedeutendsten Waffen- und Rüstungssammlungen Europas, und der Palazzo Carignano, in dem der italienische König Viktor Emanuel II. geboren wurde, sowie mehrere Museen wie das Automobilmuseum, das Filmmuseum und das Ägyptische Museum, eines der weltweit größten seiner Art. Die Galleria Sabauda berherbergt einige Werke europäischer Meister, wie Rembrandt und Jan van Eyck, die Galleria d’Arte Moderna eine der bedeutendsten Sammlungen moderner Kunst Italiens. Die Basilica di Superga (vollendet 1731) wurde auf einem Hügel erbaut, der die Stadt überragt. Turin ist seit 1404 Universitätsstadt.