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| 4. | Wirtschaft |
Der landwirtschaftliche Schwerpunkt liegt auf der Viehzucht – vor allem Rinder, Karakulschafe und Ziegen. Die schwarze Bevölkerung betreibt überwiegend Subsistenzwirtschaft. Ackerbau ist wegen der geringen Niederschläge weitgehend auf den Norden beschränkt; angebaut werden u. a. Getreide (Weizen, Mais, Hirse) und Gemüse. Der Bergbau ist wichtigster Wirtschaftszweig. Diamanten machen bis zu drei Viertel des Wertes der mineralischen Produktion aus. Zu den wichtigen mineralischen Produkten gehören ferner Uran, Kupfer, Zinn, Blei, Silber, Vanadium, Wolfram und Salz. Eine wichtige Rolle spielt der zunehmende Tourismus, wobei besonderer Wert auf eine nachhaltige Entwicklung, d. h. auf „Ökotourismus” gelegt wird. Die Küstengewässer Namibias sind fischreich, doch ließ Überfischung die Küstenfischerei bereits in den siebziger Jahren zurückgehen. Angelandet werden vor allem Sardinen, Sardellen und Makrelen. Schwankungen in den Fangmengen beruhen auch auf Änderungen im Windsystem, da sich die für den Auftrieb nährstoffreichen Wassers verantwortlichen Passate über längere Zeiträume in Richtung und Intensität ändern.
1993 ersetzte der Namibia-Dollar (N$) den Südafrikanischen Rand als Landeswährung (ein N$ umfasst 100 Cents). Der wichtigste Handelspartner Namibias ist die Republik Südafrika. Namibia verfügt über ein Straßennetz von 42 237 Kilometern (2002) und über eine Eisenbahn mit einer Streckenlänge von 2 382 Kilometern (2003). Neben Walfischbai ist Lüderitz ein weiterer Hafen.
31 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft, 12 Prozent in der Industrie und 56 Prozent im Dienstleistungsbereich beschäftigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 6 566 Millionen US-Dollar (2006; Dienstleistungen 58,5 Prozent, Industrie 30,6 Prozent, Landwirtschaft 10,9 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Einwohner von 3 208,50 US-Dollar.