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Einleitung |
Strauß, großer, flugunfähiger Laufvogel, dessen natürliche Verbreitung heute auf afrikanische Trockengebiete beschränkt ist.
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Verbreitung |
Der Strauß ist in Savannen von West- bis Ostafrika sowie in Südwestafrika verbreitet; früher war er auch von Nordafrika über die arabische Halbinsel bis in den Mittleren Osten anzutreffen, wurde dort jedoch wegen seines Fleisches, seiner Haut und Federn ausgerottet. In Australien frei lebende Strauße stammen von Farmtieren ab.
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Körperbaumerkmale |
Strauße sind mit Kopfhöhen von bis zu zweieinhalb Metern und einem Maximalgewicht von rund 150 Kilogramm die größten heute lebenden Vögel; Männchen sind größer als Weibchen. Das Gefieder der Männchen ist vorwiegend schwarz mit weißen Schwanzfedern und weißen Schmuckfedern an den Flügeln, das Weibchen ist graubraun gefärbt. Der Strauß hat einen langen Hals sowie einen relativ kleinen Kopf mit großen Augen und kurzem, breitem Schnabel. Der Fuß trägt nur zwei Zehen (die erste und die zweite Zehe fehlen), die Beinmuskulatur ist kräftig entwickelt. Die krallenbewehrten Füße können als – auch für den Menschen lebensgefährliche – Waffen eingesetzt werden. Die Flügel sind relativ zum Körpergewicht zu klein, um Flugfähigkeit zu ermöglichen, ansonsten aber normal ausgebildet; zwei der Finger tragen Hornkrallen. Beim Laufen erleichtern es die Flügel, das Gleichgewicht zu halten, außerdem spielen sie bei der Balz eine Rolle. Strauße können Geschwindigkeiten von etwa 65 Kilometern pro Stunde erreichen.
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Nahrung und Fortpflanzung |
Strauße ernähren sich von Samen und anderen Pflanzenteilen, nehmen aber auch Insekten und andere Wirbellose; verschluckte Steine (Gastrolithen) helfen im Magen beim Zermalmen der Pflanzennahrung. Wenn keine Wasserstellen erreichbar sind, decken Strauße ihren Wasserbedarf durch die Nahrung. Strauße versammeln sich zu größeren Verbänden und leben zur Fortpflanzungszeit polygyn: Mehrere von demselben Männchen begattete Weibchen legen ihre jeweils zwei bis elf cremefarbenen, ungefähr anderthalb Kilogramm schweren Eier in eine gemeinsame, vom Männchen in den Sand gescharrte Nestmulde. Zunächst legt die zumeist ältere Haupthenne und danach die rangniedrigeren Nebenhennen. Die Eier der Nebenhennen werden von der Haupthenne an den Rand des Geleges gerollt, so dass die Eier der Haupthenne am besten vor Angriffen von Räubern geschützt sind; zudem kann ein Strauß maximal 20 bis 25 Eier mit seinem Körper bedecken. Das Gelege wird von der Haupthenne und vom Männchen anderthalb Monate bebrütet, auch die Jungen werden von beiden betreut. Begegnen sich mehrere Straußeneltern mit ihren Jungen, kann es vorkommen, dass die Eltern einer Jungenschar die Eltern der anderen vertreiben und die fremden Jungen künftig gemeinsam mit ihren eigenen betreuen; die fremden Jungen verringern durch ihre Anwesenheit das Risiko, dass die eigenen Opfer von Fressfeinden werden. Strauße können im Freiland etwa 35 Jahre alt werden.
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Straußenfarmen |
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Strauße häufig in Farmen gezüchtet, um ihre Federn für Hüte, Kleider und Fächer zu verwenden. Führend waren hierbei Südafrika, Algerien, Australien, Frankreich und die USA. Heute werden Strauße u. a. auch in Großbritannien und Deutschland wegen ihrer Haut und ihres Fleisches in Farmen gehalten. In Deutschland gibt es etwa 300 Straußenfarmen; eine tierschutzgerechte Nutztierhaltung von Straußen ist allerdings in Mitteleuropa aufgrund der großenteils nasskalten Witterung kaum möglich.
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Systematische Einordnung |
Die wissenschaftliche Bezeichnung des Straußes lautet Struthio camelus. Er ist die einzige heute lebende Art aus der Familie Struthionidae der Ordnung Struthioniformes.
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