Strauß
Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken.
Strauß
4. Nahrung und Fortpflanzung

Strauße ernähren sich von Samen und anderen Pflanzenteilen, nehmen aber auch Insekten und andere Wirbellose; verschluckte Steine (Gastrolithen) helfen im Magen beim Zermalmen der Pflanzennahrung. Wenn keine Wasserstellen erreichbar sind, decken Strauße ihren Wasserbedarf durch die Nahrung. Strauße versammeln sich zu größeren Verbänden und leben zur Fortpflanzungszeit polygyn: Mehrere von demselben Männchen begattete Weibchen legen ihre jeweils zwei bis elf cremefarbenen, ungefähr anderthalb Kilogramm schweren Eier in eine gemeinsame, vom Männchen in den Sand gescharrte Nestmulde. Zunächst legt die zumeist ältere Haupthenne und danach die rangniedrigeren Nebenhennen. Die Eier der Nebenhennen werden von der Haupthenne an den Rand des Geleges gerollt, so dass die Eier der Haupthenne am besten vor Angriffen von Räubern geschützt sind; zudem kann ein Strauß maximal 20 bis 25 Eier mit seinem Körper bedecken. Das Gelege wird von der Haupthenne und vom Männchen anderthalb Monate bebrütet, auch die Jungen werden von beiden betreut. Begegnen sich mehrere Straußeneltern mit ihren Jungen, kann es vorkommen, dass die Eltern einer Jungenschar die Eltern der anderen vertreiben und die fremden Jungen künftig gemeinsam mit ihren eigenen betreuen; die fremden Jungen verringern durch ihre Anwesenheit das Risiko, dass die eigenen Opfer von Fressfeinden werden. Strauße können im Freiland etwa 35 Jahre alt werden.