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| 2. | Land |
Weit mehr als die Hälfte Saudi-Arabiens besteht aus Wüste. Die Wüste Rub el Khali (Große Arabische Wüste; arabisch: Das leere Viertel) nimmt den gesamten Südosten des Landes ein und dehnt sich auch jenseits der südlichen Landesgrenze aus. Sie ist weitgehend unerforscht und hat eine Fläche von etwa 650 000 Quadratkilometern. Im Norden breitet sich die Wüste Nefud aus; sie ist überwiegend von rotem Sand bedeckt und hat eine Ausdehnung von etwa 57 000 Quadratkilometern. Die Wüste Dahna verbindet Nefud und Rub el Khali.
Während sich im Norden und Süden des Landes weiträumige Trockengebiete ausbreiten, werden die zentralen Landesteile von verschiedenen Naturräumen geprägt. Im Osten, am Persischen Golf, erstreckt sich eine stellenweise von Sumpfland eingenommene Küstenebene. Landeinwärts schließt das Arabische Schichtstufenland (Najd) an, ein Hochplateau, das nach Osten und Süden in Stufen abfällt. Dieser Naturraum wird von Wadis durchzogen. Nach Westen steigt das Hochland allmählich zu den Randgebirgen Al Hijaz (Hedjas) und Asir an, die steil zur Küstenebene am Roten Meer abfallen. Die höchste Erhebung Saudi-Arabiens, der Djebel Sawda ( 3 207 Meter), liegt im südwestlichen Teil des Landes.
| 1. | Klima |
Hitze und Trockenheit sind für den Großteil Saudi-Arabiens charakteristisch. Die mittleren Temperaturen der Monate Januar und Juli liegen in Riad im östlichen Mittelteil bei 14 und 33 °C, in Djidda am Roten Meer bei 24 und 31 °C. Der mittlere Jahresniederschlag beträgt in Riad 100 Millimeter, in Djidda 80 Millimeter. Die mit 600 Millimetern im Jahr regenreichsten Gebiete befinden sich im Nordwesten des Landes.
In den Küstentiefländern herrscht schwülheißes Klima mit geringen Niederschlägen und ganzjährig hohen Temperaturen. Die Trockengebiete im Landesinneren erhalten oft jahrelang keinen Niederschlag. Aufgrund des trockenheißen Klimas gibt es in Saudi-Arabien keine ständig wasserführenden Flüsse oder Seen.
| 2. | Flora und Fauna |
Etwa 37 Prozent der Landesfläche stehen unter Naturschutz; dazu gehören auch küstennahe Meeresgebiete. Aufgrund der großen Trockenheit wächst nur spärliche Vegetation. Fast die gesamte Fläche des Landes besteht aus Wüsten und Wüstensteppen. In den Oasen und in Gebieten, wo Wasser verfügbar ist, gedeihen verschiedene fruchttragende Bäume, insbesondere Dattelpalmen, sowie eine große Vielfalt an Getreide- und Gemüsesorten.
Trotz überwiegender Trockenheit weist die Tierwelt von Saudi-Arabien eine reiche Artenvielfalt auf. 18 Prozent der in Saudi-Arabien heimischen wirbellosen Tiere, sieben der neun Amphibienarten und sämtliche heimischen Süßwasserfische kommen nur hier vor. Die Fauna der größeren Säugetiere umfasst u. a. Streifenhyänen, Wölfe, Goldschakale, Sandfüchse, Fenneks, Honigdachse, Karakals, Falbkatzen (die Stammform unserer Hauskatzen), Oryxantilopen, Gazellen und Nubische Steinböcke. In Saudi-Arabien leben 155 bekannte Vogelarten, von denen 17 (2004) als selten oder gefährdet eingestuft werden. Zur Avifauna gehören u. a. Strauße, Flamingos, Wüstenraben, Smaragdspinte, Spießflughühner, Palmtauben und Greifvögel wie Schmutzgeier, Adlerbussarde, Turmfalken, Habichtsadler und Fischadler. Reptilien sind durch Chamäleons, Warane, Agamen, Geckos und Schlangen repräsentiert.