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Messias (zu hebräisch maschiach: der Gesalbte), Messias war der hebräische Name für den prophezeiten Erlöser der Menschheit. In der griechischen Version der hebräischen Bibel, der Septuaginta, wird das Wort mit Christos übersetzt; „Christus” ist von dem griechischen Begriff abgeleitet. Der Name Jesus Christus identifiziert also Jesus als den Messias, obwohl dessen Ankunft nach dem jüdischen Glauben noch bevorsteht.
Der Messiasgedanke kombiniert das jüdische Ideal eines wiederkehrenden König David mit der von Moses verkörperten priesterlichen Tradition. Die Christen schließen aus bestimmten Passagen des Buches Jesaja im Alten Testament auf ein drittes Kennzeichen des Messias, das des leidenden Knechtes (A.T., Jesaja 53). In der christlichen Theologie wird Jesus als die Verkörperung dieser drei Ideale angesehen.
Nach den ersten drei Evangelien wurde Jesus zur Zeit seiner Empfängnis (N. T., Matthäus 1, 20-23), bei seiner Geburt (N. T., Lukas 2, 9-14) und während seiner Taufe (N. T., Markus 1, 11) von einem Engel zum Messias erklärt. Dies wird später von Dämonen anerkannt (Lukas 4, 41) und schließlich von Petrus und Jesus selbst festgestellt (N. T., Matthäus 16, 16-17). Nach dem Markusevangelium (Markus 14, 61-64) führt das Eingeständnis Jesu, der Messias zu sein, zu seiner Kreuzigung.