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| 2. | Seeschifffahrt |
Die Großen Seen sind durch Flüsse, Wasserstraßen und Kanäle miteinander verbunden und bilden zusammen eine der meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt. Über den Sankt-Lorenz-Strom besteht eine Verbindung zum Atlantischen Ozean. Seit im Jahre 1959 der Sankt-Lorenz-Seeweg fertig gestellt wurde, sind sie auch für Überseeschiffe mittlerer Größe erreichbar. Darüber hinaus ist der Eriesee mit dem Atlantik über den Erie-Kanal und den Hudson, der Michigansee über den Illinois Waterway und den Mississippi mit dem Golf von Mexiko verbunden. Die Schifffahrt zwischen den Seen ermöglicht der Welland Ship Canal, der den Ontariosee und den Eriesee verbindet, sowie die Sault-Sainte-Marie-Kanäle zwischen dem Huronsee und dem Oberen See.
Der größte Teil der Fracht wird von eigens konstruierten, schmal geschnittenen Schiffen, so genannten Lakers, befördert. Dies ist allerdings nur im Sommer möglich, da die Seen im Winter gefroren und für die Schifffahrt gesperrt sind. Die wichtigsten transportierten Güter sind Eisenerze und Getreide. Eisenerze werden z. B. aus dem Gebiet um den Oberen See zu Häfen am Südufer des Eriesees transportiert. Von dort werden sie in die großen Stahlwerke in Ohio, Pennsylvania und Indiana gebracht. Für die riesigen Getreidemengen, die in den nördlichen Gebieten der Great Plains geerntet werden, verläuft einer der Haupttransportwege von dem Ort Thunder Bay in der kanadischen Provinz Ontario zu Verarbeitungszentren wie z. B. Buffalo.