Chlor
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Chlor
3. Herstellung und Verwendung

Chlor gewinnt man technisch vor allem durch Elektrolyse wässriger Salzlösungen (Natriumchlorid und auch Kaliumchlorid). Bei der so genannten Chloralkalielektrolyse fällt Alkalilauge (z. B. Natriumhydroxid) als Nebenprodukt an. Bei zahlreichen Produktionen in der organischen Chemie entsteht Chlorwasserstoff, aus dem sich mit Hilfe der Salzsäure-Elektrolyse Chlor gewinnen lässt. Chlor kommt in Stahlflaschen in den Handel, in denen es unter Druck abgefüllt wurde. Es dient u. a. zum Bleichen von Papierzellstoff und von anderen organischen Materialien. Weil es keimtötend wirkt, verwendet man es auch zum Desinfizieren von Wasser (Trinkwasser; Schwimmbäder). Schließlich werden Polyvinylchlorid (abgekürzt: PVC; Vinylchlorid) und zahlreiche organische Chlorverbindungen (z. B. Chloroform, Methylenchlorid, chlorierte Aromaten) unter Einsatz von Chlor produziert. Außerdem dient Chlor zur Herstellung verschiedener anorganischer Chlorverbindungen (z. B. Phosphor- und Schwefelchloride, Siliciumtetrachlorid, Hydrazin) und beispielsweise zur Sulfochlorierung (z. B. in der Waschmittel- und Synthesekautschukproduktion).