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Volksvermögenstheorie |
Das Volksvermögen ist die Summe der Wirtschaftsgüter, die sich im Besitz der nationalen, bundesstaatlichen und kommunalen Regierungen, kommerzieller und gemeinnütziger Einrichtungen und der einzelnen Einwohner eines Landes befinden. Systematische Studien dessen, was das Vermögen einer Nation ausmacht, wurden bereits im 16. Jahrhundert von Befürwortern des Merkantilismus angestellt. Sie formulierten die These, dass der wichtigste Teil des Vermögens eines Landes sein Besitz an Edelmetallen sei. Diese Ansicht wurde bis ins 18. Jahrhundert allgemein akzeptiert. Adam Smith (1723-1790) gelangte schließlich zu der Erkenntnis, dass Vermögen nicht nur auf der Ausbeutung von Rohstoffen beruhen muss, sondern auch durch industrielle Produktion geschaffen werden kann. Diese Theorie, die im 19. Jahrhundert von John Stuart Mill mit einigen geringfügigen Einschränkungen in eine systematische Formel gebracht wurde, gilt auch heute noch als allgemein anerkannt. Gemäß der modernen Version von Mills Konzept umfasst das Vermögen eines Volkes nur seine physikalisch messbaren Güter, also seinen Grund und Boden und andere natürliche Rohstoffe, ferner die Infrastruktur, Straßen, Maschinen und andere Gebrauchsgüter, die zur Produktion und Verteilung verwendet werden; des Weiteren Warenbestände, die sich im Besitz von Unternehmen befinden, und Güter, die sich im Besitz der Verbraucher angesammelt haben. Papiergeld und Wertpapiere sind in der Schätzung des Volksvermögens nicht berücksichtigt, weil es sich bei solchen Werten nur um den Anspruch auf jene dinglichen Güter handelt, aus denen sich das Volksvermögen zusammensetzt. Die Bestände an Papiergeld und Wertpapieren werden jedoch erfasst, wenn es sich um Forderungen gegenüber Regierungen oder Staatsangehörigen eines fremden Landes handelt.
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