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Sixtus V.

Sixtus V., zuvor Felice Peretti, (1529-1590), Papst (1585-1590), trieb die Reform der kirchlichen Verwaltung voran.

Felice Peretti wurde am 13. Dezember 1529 bei Montalto in der Provinz Ancona (Marken) geboren. Seine in ärmlichen Verhältnissen lebenden Eltern übergaben ihn im Alter von zwölf Jahren dem Franziskanerorden. Er studierte in Bologna und Ferrara, wurde Ordensgeneral (1564), Bischof von Sant’Agata dei Goti (1566) und Kardinal (1570) sowie Bischof von Fermo (1571-1577).

Als Papst (seit 24. August 1585) verband Sixtus V. reformatorische Gesinnung mit organisatorischem Geschick und Sinn für soziale Notwendigkeiten. Er verbesserte die Lebensbedingungen im Kirchenstaat, ging mit rigoroser Härte gegen das Banditenunwesen vor und sanierte die zerrütteten Finanzen durch Einsparungen in der Hofhaltung und erhebliche Vermehrung der käuflichen Ämter an der Kurie. Er trat als Mäzen von Wissenschaft und Kunst hervor und schuf durch seine rege Bautätigkeit maßgeblich das barocke Rom. Die katholische Reform und Gegenreformation, die seine Vorgänger eingeleitet hatten, setzte er innerkirchlich in ganz Europa konsequent fort. Er reformierte die Kurie, beschränkte die Anzahl der Kardinäle auf 70 (gültig bis 1958) und richtete 15 ständige, dem Papst unmittelbar verantwortliche Kardinalkongregationen ein (vergleichbar Fachministerien). Die Zentralisierung der Kirche förderte er u. a. durch eine Neuregelung bischöflicher Pflichtbesuche beim Papst. Seine Politik basierte auf der Überzeugung, weltliche Herrscher seien im Geistlichen wie Zeitlichen dem Papst unterworfen, doch stand er selbst in einer gewissen Abhängigkeit vom spanischen König. Obwohl bescheiden in seinem Lebensstil, hatte er keine Hemmungen, seine Familie zu begünstigen. Er gab eine Vulgataausgabe in Auftrag, an der er selbst mitwirkte, die jedoch später wegen zahlreicher Mängel zurückgenommen werden musste. Sixtus V. starb am 27. August 1590 in Rom.