Erdöl
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Erdöl
1. Einleitung

Erdöl, brennbares, in natürlichen Lagerstätten vorkommendes Substanzgemisch, das zu den wichtigsten Energierohstoffen zählt.

Erdöl gehört wie Erdgas und Kohle zu den fossilen Primärenergieträgern (siehe Weltenergieversorgung). Aus ihm werden nach verschiedenen Verfahren Sekundärenergieträger wie die Brenn- und Kraftstoffe Heizöl und Benzin hergestellt. Außerdem wird Erdöl als Rohstoff u. a. in der chemischen und der petrochemischen Industrie verwendet. Flüssiges Erdöl wird durch Bohrungen aus den Lagerstätten zutage gefördert. Daneben gibt es aber auch Vorkommen von Ölsanden oder Ölschiefer, aus denen sich das Öl herauslösen lässt.

Erdöl besteht hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen, insbesondere aus offenkettigen Alkanen und Alkenen (Olefinen), ringförmigen Kohlenwasserstoffen (siehe cyclische Verbindungen) sowie aromatischen Kohlenwasserstoffen. Daneben enthält es schwefel-, stickstoff- und sauerstoffhaltige Verbindungen, gelöstes Erdgas und Metallsalze (z. B. Salze von Aluminium, Eisen, Molybdän, Nickel und Vanadium), ferner metallorganische Verbindungen sowie Nanodiamanten (siehe Diamant).

Unbehandeltes, häufig bereits von leichten Gasen befreites Erdöl wird als Rohöl bezeichnet und zur Verarbeitung meist über Pipelines in Raffinerien transportiert. Aus Erdöl oder Rohöl hergestellte Energieträger und Schmierstoffe werden unter dem Begriff Mineralöl zusammengefasst.