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| 1. | Einleitung |
Jagd, das Verfolgen und Erlegen jagdbarer Tiere entsprechend dem Jagdrecht.
Nur ein kleiner Teil der Jäger ist hauptberuflich tätig; Jagd ist heute vor allem eine Freizeitbeschäftigung und ein Wirtschaftsfaktor. Die Jagd nutzt bestimmte Tierarten, fördert und kontrolliert deren Bestände (Hege) und versucht zugleich, die Bestände von Räubern zu dezimieren. Die Hege besteht u. a. in der Anlage von Wildäckern sowie in der Winterfütterung.
Jäger unterscheiden Hochwild (Paarhufer außer dem Reh sowie Auerhuhn, Stein- und Seeadler) und Niederwild (andere Arten wie Feldhase und Rebhuhn). Es gibt verschiedene Jagdarten, wie etwa Suche, Ansitz, Pirsch, Treibjagd, die Hetzjagd mit einer Meute ausgebildeter Hunde sowie den Fallenfang. Hunderassen, die zur Jagd eingesetzt werden, sind z. B. Pointer, Retriever und Setter.
Bei der Suche folgt der Jäger dem Wild anhand der Fährte. Ansitzjagd bedeutet, dass sich der Jäger an einem Wildwechsel oder einer Lichtung auf einem Hochsitz niederlässt und auf das Erscheinen des Wildes wartet. Bei der Pirsch schleicht sich der Jäger langsam gegen den Wind an das gesichtete Tier an, bis es sich in Schussweite befindet. Während der Treibjagd ziehen Treiber in einer Reihe durch ein bestimmtes Gebiet, wobei sie möglichst viel Lärm machen. Dadurch soll das Wild aufgescheucht und auf die Jäger zugetrieben werden. Auch für Vögel (besonders Fasanen und Raufußhühner) wird dieses Verfahren verwendet. Bei der Jagd mit einer Hundemeute werden vor allem Füchse, Hasen und in geringem Maß Hirsche erbeutet. Bei der Wasservogeljagd, z. B. auf Enten und Gänse, verbirgt sich der Jäger in einem Versteck oder hinter einer Deckung; durch Attrappen oder Lockrufe versucht er, die Tiere anzulocken.