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| 3. | Geschichte der Jagd |
Der Homo erectus setzte zur Jagd auf Großsäuger wie Elefanten, Nashörner und Hirsche Lanzen ein. Bereits vor etwa 30 000 Jahren wurden Speerschleudern genutzt, die es ermöglichten, Wild aus der Distanz zu erlegen. Gegen Ende der letzten Kaltzeit wurden Pfeil und Bogen erfunden. Die Jagd ist neben der Fischerei damit eine der ältesten Formen der Naturnutzung.
Im alten Ägypten, Griechenland und Rom waren es vor allem Angehörige der Oberschicht, die Jagd als Sport betrieben. Die ersten Gesetze zum Schutz des Wildes wurden im 13. Jahrhundert erlassen, als der mongolische Herrscher Kubilai Khan seinen Untertanen verbot, während der Brunftzeit und der Zeit der Jungenaufzucht zu jagen. Während des Mittelalters erließen die Feudalherren weit reichende Jagdgesetze mit drakonischen Strafen gegen Wilddiebe, wodurch die Jagd zu einem Privileg der herrschenden Klasse wurde. Auch die berittene Hirschjagd mit Hunden sowie die Verfolgung von Federwild mit dazu abgerichteten Falken (siehe Beizjagd) waren ein beliebter Zeitvertreib der Reichen.
Durch die Erfindung des Schießpulvers im 14. Jahrhundert und die Entwicklung der Musketen (mit einem Luntenschloss) wurden die Jagdmethoden maßgeblich verändert. Wo bisher Fallen, Schlingen, Pfeil und Bogen, Falken und Hunde eingesetzt worden waren, ermöglichte es jetzt das Gewehr, Tiere auf größere Entfernung und in größerer Zahl zu erlegen.