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Werwolf (zu althochdeutsch wer: Mensch, Mann), im Volksglauben ein Mann, der sich (zumeist des Nachts, bei Vollmond) in einen Wolf verwandelt und mordend durch die Straßen zieht. Grundlegend war die nordgermanische Vorstellung, dass die Seele während des Schlafes den menschlichen Körper verlässt und in Gestalt eines wilden Tieres (Wolf oder Bär) herumzieht. Die germanische Völsunga saga des Bonifatius berichtet von Werwölfen, desgleichen Burchhard von Worms im Mittelalter. Überhaupt war der Werwolfsaberglaube im Mittelalter in ganz Europa verbreitet. Er findet im skandinavischen Varulf, im südslawischen Vukodlak oder im französischen loup-garou seine Entsprechung. In Hessen und Westfalen kannte man den Böxenwolf-Glauben, der entfernt an den Werwolf-Glauben erinnert. Beim Böxenwolf handelte es sich um ein wolfsähnliches Wesen, dass sich dem Menschen auf die Schultern setzte. Als Sinnbild der animalischen Triebhaftigkeit des Menschen faszinierte der Werwolf immer wieder auch Schriftsteller und Filmemacher. So schrieb der Heimatdichter Hermann Löns (1866-1914) einen Roman, dessen Titel (Der Werwolf. Eine Bauernchronik, 1910) eben jenen Aspekt ins Zentrum stellt. Als Horrorfilme entstanden etwa The Werewolf of Washington (Der Werwolf von Washington), Werewolves on Wheels (Blutnacht des Teufels) und Werewolf (Der Werwolf kehrt zurück). Die Flut von Werwolffilmen zog die Parodie American Werewolf nach sich.