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Barentssee, Meeresarm des Nordpolarmeeres, benannt nach ihrem Entdecker, dem niederländischen Seefahrer Willem Barents. Im Westen grenzt sie an den norwegischen Svalbard-Archipel und im Osten an die beiden Hauptinseln der russischen Inselgruppe Nowaja Semlja.
Die Barentssee erstreckt sich nach Norden über etwa 1 450 Kilometer. Ihre nördliche Grenze bildet die Inselgruppe Franz-Josef-Land. Die Barentssee ist seicht und im Süden das ganze Jahr über eisfrei. Ihre Gewässer bergen Kabeljau und Schellfisch. Im 2. Weltkrieg diente die Barentssee als wichtige Verkehrsroute. Denn als das Mittelmeer und die Überlandverbindungen blockiert waren, bildete sie von Westen her den einzigen Zugang zur ehemaligen UdSSR. Heute ist sie der westlichste Abschnitt des 8 050 Kilometer langen Seeweges, der entlang der russischen Küste von Murmansk in Europa nach Wladiwostok am Pazifischen Ozean führt. Vor der Küste Norwegens wurde ein Krater mit einem Durchmesser von rund 40 Kilometern entdeckt. Der „Mjølnir” getaufte Krater entstand wahrscheinlich vor 150 Millionen Jahren durch einen etwa zwei Kilometer großen Meteoriten.
Nach zwei Explosionen versank am 12. August 2000 das russische Atom-U-Boot Kursk in der Barentssee. Die Überreste des Schiffes wurden am 8. Oktober 2001 gehoben und anschließend in den Hafen von Murmansk geschleppt.