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Populationsökologie, Demökologie, Teilgebiet der Ökologie, das Gesetzmäßigkeiten von Tier- und Pflanzenpopulationen untersucht.
Bei der Analyse von Populationen beschäftigt man sich mit ihrer Größe, ihrer Dichte und Verteilung im Raum, ihrer Stabilität sowie mit der Geburts- und Sterbehäufigkeit, der Alters- und Geschlechterverteilung. Zudem werden Merkmale wie Verhaltensweisen bei Konkurrenz, Beziehungen zu anderen Arten (Räuber-Beute-Beziehungen, Wirt-Parasit-Beziehungen), Nahrungsversorgung und andere Umwelteinflüsse sowie Wanderungsbewegungen von Populationen untersucht. In populationsökologischen Analysen versucht man, für regelmäßige Vorgänge mathematische Modelle zu entwickeln, in die möglichst viele Faktoren und Variablen einbezogen werden. Anhand solcher Modelle können Voraussagen getroffen werden, welchen Einfluss Veränderungen eines Faktors auf die Gesamtpopulation haben.
Eine charakteristische Eigenschaft von Populationen ist die maximale Populationsgröße (höchstmögliche Anzahl an Individuen), die unter den jeweils gegebenen Umweltbedingungen möglich ist. Sie stellt einen Grenzwert für weiteres Populationswachstum dar. Langfristige Veränderungen der Umweltbedingungen können dazu führen, dass eine Population ausstirbt oder von einer besser angepassten verdrängt wird. Wanderungsbewegungen von Populationen treten häufig im Zusammenhang mit hohen Individuendichten auf. Gegenstand populationsökologischer Untersuchungen sind auch menschliche Populationen (siehe Bevölkerung), die sehr hohe Wachstumsraten aufweisen können.
Populationsdynamische Untersuchungen sind von besonderer Bedeutung für die Beurteilung von Eingriffen des Menschen in die Umwelt. Sie finden beispielsweise Anwendung bei der Getreidezüchtung sowie der Unkraut- und Schädlingsbekämpfung. In diesem Zusammenhang sind u. a. Populationszyklen von Kleinsäugern von Interesse, die regelmäßige Massenvermehrungen zur Folge haben. So kann es in Feldmauspopulationen im Abstand von einigen Jahren zu Gradationen (Bestandsgipfeln) kommen, die durch einen explosionsartigen Anstieg der Individuenzahlen gekennzeichnet sind. Ein derartiger Bestandsgipfel bricht aufgrund verschiedener Faktoren wie Nahrungsmangel anschließend wieder zusammen (siehe Massenwechsel).