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Muskatnussgewächse

Muskatnussgewächse, Familie immergrüner Sträucher und Bäume mit 19 Gattungen und etwa 440 Arten, die weltweit in den Tropen verbreitet sind und vor allem in Tieflandregenwäldern vorkommen.

Die Vertreter dieser Familie sind zweihäusig und haben kleine eingeschlechtige Blüten. Diese besitzen einen Kelch aus zwei bis fünf Blättern, eine Krone fehlt. Die weiblichen Blüten bilden fleischige oder ledrige Steinfrüchte, deren Hülle sich bei der Reife mit zwei Klappen öffnet und den Samen freigibt. Aus den Samen der Muskatnussgewächse werden verschiedene Gewürze gewonnen; außerdem nutzt man das Holz der Bäume.

Die als Gewürz verwendete Muskatnuss ist der Samen des von den Molukken (früher als Gewürzinseln bezeichnet) stammenden Muskatnussbaumes. Er ist die wirtschaftlich bedeutendste Art dieser Familie. Der Muskatnussbaum wird auch in vielen anderen tropischen Regionen angebaut, darunter in Südasien, auf den Westindischen Inseln und in Brasilien. Seine gelbliche Frucht hat einen Durchmesser von rund fünf Zentimetern. Im Reifezustand gibt sie den Samen frei, der von einer auffällig rot gefärbten, netzartigen, fleischigen Struktur umgeben ist, dem so genannten Arillus. Die Samen werden getrocknet und anschließend gerieben als angenehm mild-aromatisch schmeckendes Gewürz verwendet, das allerdings in größeren Mengen giftig ist. Neben dem Samen kommt der getrocknete Arillus mit deutlich anderem Gewürzcharakter als Muskatblüte oder Mazis (auch Macis) in den Handel. Muskatblüte wird auch bei der Herstellung von Wurst- und Fleischwaren verwendet. Der Leberkäse, eine bayerische Spezialität, verdankt sein Aroma vorwiegend diesem Gewürz.

Systematische Einordnung: Muskatnussgewächse bilden die Familie Myristicaceae. Der botanische Name des Muskatnussbaumes ist Myristica fragrans.