Jesaja
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Jesaja
2. Erster Jesaja

Die theologischen Hauptideen sind in den ersten zwölf Kapiteln zusammengefasst. Verhandlungen mit anderen Nationen gelten als fruchtlos, da Gottes Arm über alle geschichtlichen Ereignisse regiert und bloß diejenigen errettet, die ausschließlich ihm vertrauen. Und letztendlich wird das Volk Israels für seine Sünden bestraft werden, wobei ein Teil jedoch gerettet und in einem vollkommenen Zeitalter unter der Herrschaft eines rechtmäßigen Nachfolgers Isais leben wird.

Die Kapitel 13 bis 23 sprechen sich in erster Linie gegen fremde Nationen und Feinde der Königreiche Israel und Juda aus, wobei sich die meisten auf die Zeit des historischen Jesaja beziehen, jedoch nicht notwendigerweise aus jener Zeit stammen.

Der Stoff aus den Kapiteln 24 bis 27 kehrt in den späteren apokalyptischen Schriften wieder, einer literarischen Gattung, die sich mit endzeitlichen Themen auseinandersetzt. In der Bibelwissenschaft wird dieser Unterabschnitt häufig als Jesajas Apokalypse bezeichnet.

Die Kapitel 28 bis 33 werden hauptsächlich auf die späteren Prophetenjahre Jesajas datiert. Im Mittelpunkt steht das Bestreben des judaischen Reiches, durch eine Allianz mit Ägypten Unterstützung im Kampf gegen die Assyrer zu finden. Der Prophet warnt jedoch vor derartigen Bemühungen, die notwendigerweise fehlschlagen würden, da das Volk das Vertrauen in die Suche nach Gott und auf eine göttliche Errettung verloren habe. Diese Kapitel umfassen auch Verurteilungen der Samariter (siehe Samaria) und Assyrer sowie einige trostspendende Abschnitte. Letztere versprechen zukünftiges Glück in einem wiedergewonnenen Land unter der Herrschaft eines gerechten und friedliebenden Königs.