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| 1. | Einleitung |
Soziologie (von lateinisch socius: Gefährte, Geselle, und griechisch logos: Wort, Vernunft), die Wissenschaft von der Gesamtheit der sozialen Beziehungen innerhalb der menschlichen Gesellschaft. Sie untersucht und beschreibt die der Gesellschaft zugrunde liegenden Struktur-, Funktions- und Entwicklungszusammenhänge. Das Erkenntnisinteresse der Soziologie richtet sich auf den Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen, die Interaktion zwischen sozialen Gruppen, Organisationen und Institutionen und ihre gesamtgesellschaftliche Bedeutung. Soziologie als universitäre Disziplin in Deutschland widmet sich vor allem der problemorientierten empirischen Forschung, versteht sich mithin in erster Linie als theoretisch fundierte Erfahrungswissenschaft.
Vertreter der erklärend wertenden oder historisch kritischen Tradition innerhalb der deutschsprachigen Soziologie, der Sozialphilosophie, bilden an deutschen Universitäten eher die Ausnahme.
Die Soziologie weist zahlreiche Berührungspunkte mit anderen Sozialwissenschaften wie Volkswirtschaft, Politikwissenschaft, Ethnologie und Sozialpsychologie auf.