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Diethylether, farblose flüssige Verbindung (C2H5)2O, die bei 34,6 °Celsius siedet.
Der leicht flüchtige, sehr feuergefährliche Ether hat einen intensiven, charakteristischen Geruch und einen scharfen Geschmack. Er ist nur in geringen Anteilen in Wasser löslich und lässt sich in beliebigem Verhältnis mit den meisten organischen Flüssigkeiten wie Alkohol und Kohlenstoffdisulfid (Schwefelkohlenstoff) mischen. Diethylether gehört zu den wichtigsten organischen Lösungsmitteln und wird als Lösungsmittel für viele Substanzen wie z. B. Fette, Öle, Farben, Harze oder Alkaloide benutzt. Eine Mischung aus dem Dampf von Diethylether und Luft ist hochexplosiv. Lässt man Diethylether lange stehen, kann er zu einer explosiven Peroxidverbindung oxidieren. Deshalb ist im Umgang mit Diethylether und bei seiner Lagerung große Vorsicht geboten. Diethylether wird überwiegend als Lösungsmittel und als Ausgangsstoff für die Herstellung chemischer Produkte verwendet. Eine Kombination von Diethylether und anderen Präparaten benutzt man heutzutage als Narkosemittel.
Diethylether wurde erstmals 1730 von dem Engländer Froben beschrieben. Heutzutage fällt diese Verbindung bei der synthetischen Ethanolproduktion als Nebenprodukt in großen Mengen an. Er lässt sich allerdings auch synthetisch herstellen, in dem man Ethanol in konzentrierter Schwefelsäure erhitzt. Die Temperatur wird dabei sorgfältig auf 130 bis 150 °C gehalten, weil der Ether bei höheren Temperaturen weiter reagieren und Ethylen freisetzen würde. Anschließend wird das im Rohprodukt enthaltene Wasser nach unterschiedlichen Methoden entfernt und destilliert.