Frucht
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Frucht
2. Bau der Früchte

Im Verlauf der Reifung des Fruchtknotens entwickelt sich seine Wand zu der aus drei Schichten aufgebauten Fruchtwand, dem Perikarp. Dessen äußerste Schicht, das Exokarp, und die innerste Schicht, das Endokarp, sind meist einschichtig. Die mittlere Schicht, das Mesokarp, kann mehrschichtig sein. Bei fleischigen Früchten ist in der Regel das Mesokarp die saftige Schicht, beispielsweise bei den Steinfrüchten Pfirsich, Kirsche oder Pflaume. Ihr Kern (an dem man sich leicht einen Zahn ausbeißen kann) ist nicht der Same; dieser steckt im Innern der harten Schale, die das Endokarp darstellt. Bei manchen Früchten jedoch stellt der Same selbst den essbaren Teil der Frucht dar und nicht das Mesokarp. So bildet bei der Haselnuss das Perikarp die harte äußere Schale; der innere, essbare Anteil ist der eigentliche Samen. Bei der Walnuss ist es ähnlich wie bei der Kokosnuss; beide kommen meist mit dem inneren steinharten Endokarp in den Handel. Der Walnuss wird zuvor das äußere, grüne Exokarp entfernt; bei der Kokosnuss werden Exo- und Mesokarp, die einen dicken Fasermantel bilden, gleich in den Ursprungsländern abgeschält und zur Herstellung von Kokosmatten, Läufern und Seilen verwendet.

Eine Frucht kann aus nur einem reifen Fruchtknoten bestehen, wie etwa die (nicht mit einer Schote zu verwechselnde) Hülse der Erbsen; eine Schote findet man bei den Kreuzblütlern wie Rettich oder Kohl. Eine Schote entsteht im Gegensatz zur einblättrigen Hülse aus zwei Fruchtblättern. Bei der Ananas hingegen entwickelt sich gleichsam ein ganzer Blütenstand zu einem Fruchtstand, der aus einzelnen Beeren zusammengesetzt ist. Dies lässt sich so veranschaulichen, als wären beispielsweise die einzelnen Bananen einer ganzen Bananenstaude zusammengedrängt miteinander verwachsen und kämen dann als eine einzelne Frucht auf den Markt.