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| 1. | Einleitung |
Armut, wirtschaftliche Lage, in der es Menschen an ausreichenden Mitteln fehlt, um ein bestimmtes minimales Niveau der Ernährung, Kleidung, Gesundheitsvorsorge, Bildung und des Wohnens aufrechtzuerhalten, das allgemein als notwendig für einen angemessenen Lebensstandard erachtet wird. Was als angemessen gilt, hängt stark vom durchschnittlichen Lebensstandard der jeweiligen Gesellschaft ab.
Als absolute Armut bezeichnet man den Mangel an der für den Erhalt der Gesundheit notwendigen Nahrung. Der Begriff relative Armut beschreibt die materielle Lage von Personen, deren Einkommen beträchtlich unter dem jeweiligen gesellschaftlichen Durchschnitt liegt. Subjektive Armut liegt dann vor, wenn die Betroffenen selbst ihre Lage als Armut empfinden.
Um Armut weltweit vergleichbar zu machen, führte die Weltbank folgende Definition für Armut ein: In absoluter Armut leben danach die Menschen, die über weniger Geld verfügen, als der Kaufkraft eines US-Dollars pro Tag entspricht.
Neben diesem so genannten Ressourcenansatz wird auch der Lebenslageansatz verwendet. Er basiert auf dem vom UN-Entwicklungsprogramm errechneten Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index, HDI), der den Entwicklungsstand eines Landes auf einer Skala von 0 bis 1 festlegt. Als Faktoren gehen dabei neben anderen das Bildungsniveau, die Alphabetisierungsrate, die reale Kaufkraft pro Kopf und die Lebenserwartung bei der Geburt ein. Im Human Development Report 2006 der Vereinten Nationen sind 177 Staaten erfasst; die Bundesrepublik Deutschland nimmt darin mit einem Index von 0,932 Platz 21 ein, der niedrigste HDI (für den Niger) liegt bei 0,311.