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| 2. | Eigenschaften und Anwendungen |
Das silbrig schimmernde Plutoniummetall wird an der Luft infolge Oxidation leicht gelb. Es tritt in sechs Kristallformen auf und kann vier verschiedene Oxidationsstufen annehmen. Man kennt 15 Plutoniumisotope mit Massenzahlen von 232 bis 246. Die Halbwertszeiten dieser Isotope liegen zwischen 8,26 und 10 Millionen Jahren. Plutonium schmilzt bei rund 641 °C und siedet bei etwa 3 232 °C. Seine relative Dichte beträgt 19,84.
Das wichtigste seiner Isotope ist das langlebige Plutonium 239 (Ordnungszahl 94). Seine Halbwertszeit liegt bei 24 360 Jahren. Es entsteht beim Beschuss des Uranisotops °U mit langsamen Neutronen. Bei diesem Vorgang bildet sich zunächst Uran 239 (Ordnungszahl 93), das durch Emission eines Betateilchens in das Neptuniumisotop ±Np übergeht. Durch Emission eines weiteren Betateilchens entsteht daraus Plutonium 239 (Ordnungszahl 94).
Plutonium ist das wirtschaftlich bedeutendste der Transurane, weil die Atomkerne des Plutonium 239 leicht spaltbar sind. Es wird in Brutreaktoren in großen Mengen sowohl erzeugt als auch verwendet (siehe Kernenergie). Außerdem setzt man Plutonium beim Bau von Kernwaffen ein. Allerdings muss kernwaffenfähiges Plutonium 239 hochrein sein. Plutonium 239 ist aufgrund seiner starken und lang anhaltenden Radioaktivität eine extrem giftige Substanz (siehe biologische Strahlungswirkungen).
2002 fanden amerikanische Forscher heraus, dass die Plutoniumverbindung PuCoGa5 bei 18,5 Kelvin (-254,5 °C) supraleitende Eigenschaften zeigt.