Tiergeographie
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Tiergeographie
3. Süßwassertiere

Die Lebensgemeinschaften des Süßwassers sind wesentlich stärker vom Klima abhängig als diejenigen im Meer. Die Weltmeere bedecken riesige Flächen und tauschen ihr Wasser in erheblichem Umfang untereinander aus. Bei den Binnengewässern ist das nicht der Fall. Deshalb sind Süßwassertiere in ihrer Ausbreitung weit mehr eingeschränkt als Meeresbewohner. Binnengewässer unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung stärker als Ozeane, weil die im Süßwasser gelösten anorganischen Stoffe sich nicht im gleichen Umfang wie die Salze des Meerwassers über weite Bereiche verteilen können. Grundsätzlich unterteilt man Binnengewässer in zwei große Kategorien: Fließgewässer und stehende Gewässer. Fließgewässer stehen meistens mit dem Meer in Verbindung, und die vielen Meeresbewohner, die in Flüsse einwandern, stellen einen wichtigen Teil ihrer Tierwelt dar. Wegen der zumeist starken Strömung müssen die hier lebenden Tiere entweder gute Schwimmer sein (wie der Lachs), am Gewässerboden leben (wie die Flusskrebse) oder sich an Steinen, Wasserpflanzen und Abfallmaterial festheften (wie die Egel). In stehenden Gewässern herrscht dagegen kaum Strömung, und deshalb sind langsam schwimmende und sesshafte Arten dort reichlich vertreten. In Stillgewässern sammelt sich pflanzlicher und tierischer Abfall stärker an als in Fließgewässern, so dass Pflanzen sich stark vermehren können und der Tierwelt reichhaltige Nahrung bieten.