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| 4. | Landtiere |
Wie bei den Wasserbewohnern, so wird auch die Verbreitung der Landtiere durch Umweltbedingungen eingeschränkt. Die größten Hindernisse sind Gewässer, welche die Landmassen trennen, hohe Gebirge und ausgedehnte Wüsten. Eine weit vom Festland entfernt gelegene Insel hat unter Umständen eine ganz andere Tierwelt als der benachbarte Kontinent. Ein auffallendes Beispiel ist die Insel Madagaskar: Dort gibt es keine Großsäuger, aber mehrere Familien von Primaten kommen ausschließlich hier vor. Auch etwa 100 Vogelarten Madagaskars leben nirgendwo sonst.
Die Landflächen der Erde kann man in große, auch als Faunenreiche bezeichnete tiergeographische Regionen mit charakteristischen Artenspektren einteilen: (1) Die Holarktis mit den beiden Subregionen Paläarktis und Nearktis. Die Paläarktis umfasst Europa, Asien nördlich des Himalaya sowie Afrika bis zum Südrand der Sahara; zur Nearktis zählen Grönland, Kanada, die Vereinigten Staaten von Amerika und der mexikanische Bundesstaat Sonora; (2) zur Orientalis gehören Indien, Myanmar, Thailand, Indonesien und die Philippinen; (3) die Äthiopis besteht aus Afrika südlich der Sahara; (4) die Australis beinhaltet Australien, Neuseeland, Neuguinea und die Inselwelt Ozeaniens; (5) die Neotropis umfasst den Süden Mexikos, die Westindischen Inseln, Mittel- und Südamerika.